Foto: Jan Fecke


FUCK YOU, MON AMOUR!
– Live-Hörspiel –

nach dem Hörspiel von Martin Becker
für die Bühne bearbeitet von Luise Schubert

mit Luise Schubert und Lorris Andre Blazejewski

Musik: Moe Jaksch

 - Gastspiel -


Fuck You, Mon Amour! – Live-Hörspiel

„Liebeserklärung“. Das heißt doch, einander die Liebe zu erklären. 

Also gut. Erklären wir die Liebe:

Man sieht sich, man verliebt sich, man liebt sich, man verliert sich. Sie liebt ihn. Er liebt sie. Blablabla. Ein Paar, irgendwie jung und irgendwie erfolgreich. Gesatteld im Jetset. Modernes Paar am Anfang des 21. Jahrhunderts. Keine ungewo?hnliche Geschichte.
Und doch geht es nicht. Was auch immer sie probieren, tun oder unterlassen, es hilft ja doch nichts.
Also: In Bewegung bleiben. Wer sich bewegt, wird nicht getroffen.
Also: zieht man wieder auseinander.
Also: begibt man sich auf verschiedene Kontinente. 
Also: ist man nicht mehr zusammen. Aber auch nicht nicht zusammen.

Florence: „Verlieben ist verlassen in Spiegelschrift."

Ein Versuch, den Liebeskummer zu verstehen. Mit Fiktion und Wirklichkeit - fiktive Story, echte Traumata. Mit verzweifelten Liebeserklärungen, unfähigen Paartherapeuten und Affären ohne Sinn. Fuck you? Ja, aber nur, weil ich dich liebe.

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LORRIS ANDRE BLAZEJEWSKI und LUISE SCHUBERT lernten sich 2009 beim Schauspielstudium an der Leipziger Hochschule kennen. Während Luise nach Chemnitz, Baden-Baden und Heilbronn engagiert wurde, verschlug es Lorris zu den Bad Hersfelder Festspielen und nach Berlin; erst ans Maxim Gorki, dann ans Grips Theater. Zusammen mit einem weiteren Kommilitonen, Eric Stehfest, gründete er die Produktionsfirma Station B3.1.

2014 trafen sich durch eine Kette von Zufällen die Wege der Kommilitonen wieder und sind seit dem eng verknüpft. In der Produktionsfirma Station B3.1 arbeiten sie gemeinsam an Filmen, Musik, Hörspielen und nun endlich auch Theater.

Mehr unter: www.stationb31.de / www.lorris.de / www.luiseschubert.de

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MOE JAKSCH, geboren 1967 in Ludwigsburg, ist Live- und Studiomusiker sowie Produzent. Er beherrscht alle Instrumente mit Saiten (außer Geige) und war bereits Musikalischer Direktor für viele Theaterproduktionen in Berlin, am Staatstheater Hannover und Karlsruhe sowie Jena. Außerdem arrangierte und spielte er bereits für Katharina Thalbach, Frank Castorf und Bruno Ganz, das Theater des Westens, die Neuköllner Oper sowie die Schaubühne und Volksbühne in Berlin.
Er spielt(e) in zahlreichen Bands auch mit bekannten Showgrößen wie Chuck Berry, Donovan, Van Dyke Parks, 17 Hippies, Nena, Pankow und vielen mehr.
In seinem Studio „Moe´s Rockin Chair Studio“ produziert er Bands, Hörbücher und Filmmusiken, u.a. „Rubbeldiekatz“, „Der Schimmelreiter“, „Herr Lehmann“ und weitere Produktionen für ZDF und Arte.  Seine Werbemusiken hat wohl jeder schon einmal gehört.

Mehr unter: www.facebook.com/rockinchairstudio

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MARTIN BECKER (*1982) wuchs in Plettenberg auf. Zunächst studierte er Germanistik und Philosophie in Bochum, bevor er 2003 ein Studium der Prosa und Dramatik am Literaturinstitut in Leipzig aufnahm. Später zog er nach Berlin, wo er  hauptsächlich für den WDR radiojournalistisch tätig wurde.
Im August 2007 erschien im Luchterhand Literaturverlag sein Erzählband „Ein schönes Leben“; parallel dazu wurden im Zürcher Hörbuchverlag Sprechtheater zwei dem Band entnommene Erzählungen, als Hörstücke auf CD veröffentlicht.
Gemeinsam mit dem tschechischen Schriftsteller Jaroslav Rudiš hat Becker das Hörspiel „Lost in Praha“, sowie die Oper „Exit 89“ verfasst, die 2008 im Prager Theater Divadlo Archa uraufgeführt worden ist. Im selben Jahr sendete der WDR auch Beckers zweites Hörspiel mit dem Titel „Bevor alles weg ist“.
Darüber hinaus arbeitet Becker an künstlerischen Features für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und porträtierte unter anderem den Komponisten Philip Glass, den Filmemacher Béla Tarr und den Schriftsteller Hubert Selby junior.
Von 2011 bis 2012 war Martin Becker künstlerischer Mitarbeiter an der europaweit einmaligen Professur für Experimentelles Radio an der Bauhaus-Universität in Weimar. 2014 entstand gemeinsam mit Theaterregisseur und Musiker Schorsch Kamerun das Hörspiel "Väter haben sieben Leben". Aktuell arbeitet Becker auch als Kritiker und Journalist für den Deutschlandfunk, den Westdeutschen Rundfunk und für Deutschlandradio Kultur und veröffentlichte im Frühling 2017 seinen Roman „Marschmusik“ im Luchterhand Literaturverlag.


Werke: „Ein schönes Leben“, „Der Rest der Nacht“, „Gebrauchsanweisung für Prag und Tschechien“, „Die letzte Metro“, „Marschmusik“

Preise und Auszeichnungen:
2002 Bundespreisträger beim „Treffen Junger Autoren“ der „Berliner Festspiele“
2005 Stipendiat der „Autorenwerkstatt Prosa“ im Literarischen Colloquium Berlin
2007 Einladung zum „Ingeborg-Bachmann-Preis“ nach Klagenfurt
2008 Märkisches Stipendium für Literatur
2008 GWK-Förderpreis Literatur
2008 Kunstpreis Literatur der Land Brandenburg Lotto GmbH
2010 Erster Preis beim „Wurfsendungs“-Wettbewerb von Deutschlandradio Kultur (gemeinsam mit Tabea Soergel)
2017 Deutsch-tschechischer Journalistenpreis (gemeinsam mit Tabea Soergel)

mehr unter www.martinbecker.com