© Gernot Wöltjen


WIR SIND KEINE BARBAREN! von Philipp Löhle

mit Johann Fohl, Thomas Kitsche, Luise Schubert und Julia Sontag

Regie: Bettina Rehm
Ausstattung: Julia Hattstein
Chorarrangement: Thomas Hertel

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Pressestimmen

Blog lustaufkultur
"Die Regisseurin Battina Rehm steuerte den eloquenten Ensemble-Vierer mit gehörigem Tempo und trotz heftigster Zusammenstöße souverän durch die so widersprüchlichen Gefühls- und Gedankenfelder. Wobei Johann Fohl, Thomas Kitsche, Luise Schubert und Julia Sontag (klasse Ensemble!) genug Gelegenheit haben, charakterliche Facetten auszustellen. Ein packendes Stück zur Stunde. Aber auch: Ein gutes Stück für jederzeit."

Hier können Sie die gesamte Kritik von Reinhard Wengierek nachlesen.


Kultura extra
"Das Stück ist aktuell wie es zur Zeit kein zweites hierzulande ist." Die komplette Rezension finden Sie hier.

WIR SIND KEINE BARBAREN!

Was machen Sie, wenn ein Fremder nachts an ihre Wohnungstür klopft und um Asyl bittet? Wie in einer menschlichen Versuchsanordnung spielt Autor Philipp Löhle in „Wir sind keine Barbaren! diese Situation durch – mit bissigem Humor und mit einem Heimatchor. Der erhebt in trauter Eintracht die Stimme, in der das "Wir" großgeschrieben wird. WIR sind alle gleich, werden 73 Jahre alt und haben mindestens drei Hobbys.

WIR sind in diesem Fall Barbara und Mario und die neuen Nachbarn Linda und Paul. Auch wenn das erste Kennenlernen der beiden Paare mehr als holprig verläuft, finden sich doch genügend gemeinsame Interessen – Flachbildschirme für die Männer, Yoga für die Frauen – um eine Freundschaft zu begründen. Als jedoch eines Nachts ein Fremder auftaucht, dem Barbara kurzerhand Asyl in ihrer Wohnung gewährt, ist es mit den Höflichkeiten vorbei.

Hin- und hergerissen zwischen Menschenfreundlichkeit und Furcht vor dem Anderen, zwischen dem Reiz des Exotischen und tief sitzenden Vorurteilen, zwischen Neugier und Angst, geraten die Helden der tragikomischen Groteske an den Rand ihrer Existenz.