Stücke » Zweifel

Zweifel

von John Patrick Shanley

mit
Regie
Folke Braband
Ausstattung
Olga Lunow

Schwester Aloysius ist eine Despotin im Gewand der Nonne. Sie leitet eine kirchliche Schule, an der Pater Flynn und Schwester James als Lehrer arbeiten. Schwester James ist jung und naiv; Pater Flynn ist sympathisch und bei den Schülern beliebt. Er leitet das Basketballteam der Schule und kümmert sich rührend um seine Schützlinge.
Die mehr als korrekte Schwester Aloysius hat allerdings ihre Zweifel an der moralischen Integrität des Priesters und lässt Schwester James ein Auge auf ihn haben.
Als die vertrauensselige Schwester ihr kurz darauf meldet, dass einer der Messdiener Flynns sich merkwürdig verhalte und zudem nach Wein gerochen habe, verdächtigt Schwester Aloysius den Priester, den Knaben zu missbrauchen. Aloysius stellt Flynn direkt zur Rede. Der streitet alles ab, erklärt die Umstände, gibt glaubwürdige Gründe für sein Verhalten. Doch Aloysius misstraut ihm weiterhin …

ZWEIFEL ist ein Stück über die Frage, wie wir mit Verdacht, Schuld und Verurteilung umgehen. Canisius und die unüberschaubar gewordene Anzahl an Schulen und Kinderheimen, an denen jahrelang Kinder sexuellen Übergriffen ausgesetzt waren, bilden die Folie, vor der ZWEIFEL eine beklemmende Aktualität gewinnt.

Nächste Spieltermine

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Mo, 19. März, 20 Uhr John Patrick Shanley Zweifel
Di, 20. März, 20 Uhr John Patrick Shanley Zweifel
Mi, 21. März, 20 Uhr John Patrick Shanley Zweifel

Pressestimmen zur Gastspielpremiere in Hamburg (25. Mai 2011)


„Großartig: "Zweifel" am Theater Kontraste. … Kammerspiel, psychologisch aufgebaute Spannung, Regieführung, Bühnenbild - alles vom besten im Theater Kontraste der Komödie Winterhuder Fährhaus. Regisseur Folke Braband ist mit John Patrick Shanleys Drama "Zweifel" eine Inszenierung gelungen, die über jeden Zweifel erhaben ist und eine Steigerung dessen bedeutet, für das das Theater Kontraste sonst steht: schwarzhumorige Komödien.“ Die Welt

„Nicht nur diese spannende und exzellent gespielte Aufführung wird dem Anspruch der Komödie, intelligente Stücke mit Biss und subtilem Humor auf kleiner Bühne zu präsentieren, völlig gerecht. Komödien-Besucher sollten den Blick ins Kontraste-Theater wagen und auch feingeistige Boulevard-Muffel könnten sich einmal eines Besseren belehren und vom intimen Erlebnis kleiner, klug geschriebener und trotzdem komödiantischer Stücke überraschen und fesseln lassen.“  Hamburger Abendblatt

„Sehr intensives Theater“ Bild Hamburg

Pressestimmen zur Berliner Inszenierung (Premiere 03. Sep 2010)

Eine Nonne auf dem Laufsteg der Unfehlbarkeit
"Zweifel" ist ein Kammerspiel der Extraklasse. Folke Braband hat das Duell zwischen Schwester und Pater hochspannend und packend wie einen Krimi in der Vaganten Bühne inszeniert. Die Grenzen zwischen Zuschauerraum und Bühne verwischen, denn durch den breiten, tief in den Raum hineinragenden Laufsteg sowie die seitliche und die Frontbestuhlung gleicht die Optik wahlweise einer Kirche oder einem Gerichtsaal (Ausstattung: Olga Lunow). Beides ist stimmig."
[...] Ein starkes Stück über Verdacht und Glaube, das lange nachhallt."

Ulrike Borowczyk, Berliner Morgenpost, 07.09.2010

 

Das Stück ist ein Thriller
"Die Vaganten haben hier einen perfekt geölten Reißer, anderthalb Stunden spannend, immer wieder auch amüsant, intensiv gespielt. Zugleich ist das ein Plädoyer gegen falsche Verdächtigungen, pauschale Mutmaßungen und selbstgerechte Gewissheiten jeglicher Art."

Peter Hans Göpfert, kulturradio, 04.09.2010

 

Die Demontage des Pater Flynn
"Das Beste, was die neue Saison in Berlin zu bieten hat, sieht man gebannt in der Vaganten Bühne. [...] Folke Braband inszeniert mit Ernst und Takt, ohne Sensationsgier und ohne erhobenen Zeigefinger. In Olga Lunows sakral geweiteten Raum ist leises feinnervig gespanntes Spiel Trumpf. Vorzügliche Schauspieler führen das Publikum in ernste Nachdenklichkeit zum Thema sexuellen Missbrauch von Jugendlichen. [...] Das kaum anderthalb Stunden harte, zarte Kammerspiel beeindruckt und wird begeistert applaudiert."

Lorenz Tomerius, Märkische Oderzeitung, 08.09.10

 

Der Broadway-Erfolg „Zweifel“ an der Vaganten-Bühne
"Wie sich ein Mensch durch eigene Manipulation verändert, fast unbemerkt erst, dann aber böse und deutlich, zeigt Doris Prilop als Ordensschwester Aloysius mit verstörender Konsequenz. Katja Götz, als unerfahrene Schwester James, setzt ungeschützte Naivität und Verletzlichkeit dagegen. Tommaso Cacciaputti, Pater Flynn, zeigt zupackende Offenheit, in die dann doch Risse kommen. Die Szenen haben eine Spannung, die ganz aus den so unnachsichtig wie verständnisvoll beobachteten Wandlungen der Figuren kommt."

Christoph Funke, Der Tagesspiegel, 05.09.10

 

Begleitmaterial zur Inszenierung

Zu dieser Inszenierungen bieten wir Ihnen eine Materialmappe mit begleitenden Texten und Informationen an.


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