Premiere am 02. Februar 2012, 20 Uhr
DER STIEFEL UND SEIN SOCKEN
von Herbert Achternbusch
Ein Paar und die Lust an der Provokation mit Sinn für das Zärtlich - Absurde:
Fanny und Herbert sind glücklich Gestrandete, rüde und zärtlich, in ihre verschrobenen Rituale verstrickt, weise und schräg. Die beiden wissen alles voneinander und lieben sich doch; sie kennt seine, er ihre Leib- und Magengeschichten, und beide bekommen nicht genug davon.
Ihr Boot ist schon eingesunken in den Boden und mit Gras überwachsen. Aber sie geben es nicht auf und auch sich selbst nicht. Der Wind bleibt seit langem aus, die Segel sind zerschlissen, und die Teekanne ist kaputt und droht, Herbert auf den Kopf zu fallen. Dennoch wollen die beiden noch irgendwohin. Mit ihnen ist kein Staat zu machen, aber eine Ahnung davon zu gewinnen, was Glück sein könnte.
Mit "Der Stiefel und sein Socken" entwirft Achternbusch ein Gegenbild zu der kleinbürgerlichen Ehehölle: Ein alt gedientes Paar, sie mit ihrem, er mit seinem Eigensinn, und ihr gemeinsamer Eigensinn ist nichts weniger als das Fundament des Denkmals für eine menschenfreundliche Anarchie.
DER STIEFEL UND SEIN SOCKEN von Herbert Achternbusch
PREMIERE am 2. Februar 2012, 20 Uhr
Regie: Martin Jürgens
Ausstattung: Petra Moser
mit Katharina Kwaschik und Martin Molitor
Weitere Vorstellungen: 2. bis 4. Februar 2012
Ein Gastspiel des theatre periphere berlin
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