Hiob

Roman eines einfachen Mannes

von Joseph Roth, Bühnenfassung: Jasmina Hadžiahmetović

Zur Zeit nicht im Programm

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Dauer: 1:30 h (ohne Pause)

Zum Stück

Ein jüdisches Schtetl im zaristischen Russland: Inmitten von heißen Sommern und bitterkalten Wintern führt der Lehrer Mendel Singer ein Leben, das von Armut und Entbehrungen, von Ritualen und Gottesfurcht geprägt ist. Dann trifft den frommen Mann ein Schicksalsschlag: Sein viertes Kind, der Sohn Menuchim, kommt mit einer Behinderung zur Welt. Als Mendel Singer in der Hoffnung auf ein besseres Leben beschließt, nach Amerika auszuwandern, muss die Familie den kranken Sohn schweren Herzens zurücklassen.

Die bohrenden Zweifel an dieser Entscheidung sind erst der Beginn von Mendels Leidensweg. In Amerika bleibt er ein Fremder und Außenseiter. Nach und nach stürzen die Grundpfeiler seiner Existenz ein, als er seine Söhne, seine Frau und schließlich die Tochter verliert. Er beginnt zu zweifeln. Was ist das für ein Gott, der ein solches Unglück zulässt? Mendel gerät an die Grenzen seiner bislang unerschütterlichen Duldsamkeit. Plötzlich hinterfragt er die letzte Konstante seines Lebens: das Vertrauen in seinen Gott.

Der österreichische Schriftsteller Joseph Roth erzählt in seinem 1930 erschienenen Roman eine Geschichte, die bis heute gültige existenzielle Erfahrungen in den Blick nimmt: Emigration und Heimatlosigkeit, Verzweiflung und Glaube, Tradition und Identitätsverlust. In einer Sprache, die Kargheit und Poesie auf unnachahmliche Weise vereint, macht Roth aus der biblischen Hiobs-Vorlage eine berührende Geschichte des 20. Jahrhunderts.

Mit freundlicher Genehmigung des C. H. Beck Verlags werden in der Inszenierung Auszüge aus den Psalmen von SAID verwendet.

Besetzung

Mendel Singer  Christian Dieterle
Deborah Singer Magdalene Artelt
Mirjam u. a. Senita Huskić
Schemarjah u. a.  Florian Rast

Regie  Jasmina Hadžiahmetović
Ausstattung Hella Prokoph
Dramaturgie  Lars Georg Vogel

Regieassistenz Stella Schimmele
Ausstattungsassistenz Johanna Bajohr
Technische Leitung Benjamin Laber

Pressestimmen

„Ein erstaunlich ernsthafter, ernstzunehmender Abend, Theater, wie es vielleicht früher einmal war und wie man es an unseren großen Bühnen inzwischen kaum mehr findet. Hier wird auf der Basis eines ungemein poetischen Romantextes ein erkenntnistheoretischer Konflikt bis zur letzten Konsequenz durchgespielt. Keine Ausflüchte, keine Appetithäppchen für ein übersättigtes Publikum, kein Kokettieren mit Gags oder Videotechnik. Einfach nur gute, ehrliche Bühnenarbeit.”
-
Horst Rödiger, Berliner Kulturnotizen, 14.09.2019

„Die sehr schöne und klare Theateradaption von Jasmina Hadžiahmetović (Regie und Fassung) in der Berliner Vaganten Bühne zeigt diese komplizierte Geschichte als übersichtliches, so sinnliches wie abgründiges Denkspiel. [...] Jasmina Hadžiahmetović ist eine in ihrem szenischen Purismus atmosphärisch dichte Inszenierung gelungen, die nicht überrumpelt, sondern ergreift.”
- Irene Bazinger, Märkische Oderzeitung, 17.09.2019

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