Der rote Jud aus Preußen

von Reinhard Kuhnert


„Der rote Jud aus Preußen“ von Reinhard Kuhnert
– Szenische Lesung mit Musik –   

Gastspiel im Rahmen der Jüdischen Kulturtage 2019

Mitwirkende: Marion Elskis, Alexander Höchst, Reinhard Kuhnert und Reinhard Scheunemann

Musikalische Begleitung: Erik Kross

Karten zu 20 € (ermäßigt 16 €)

Der rote Jud aus Preußen

Zum Stück

Ein Jude und Sozialist aus Preußen wird im November 1918 der erste Ministerpräsident Bayerns, was heute kaum vorstellbar ist. Für gut einhundert Tage stand Kurt Eisner an der Spitze der Demokratischen und Sozialen Republik Bayern, bis er im Februar 1919 Opfer eines Attentats wurde. Der Idealist Eisner, jüdischer linker Schriftsteller und Journalist, zerbricht in tragischer Verkennung der Macht der Hinterzimmer und am Antisemitismus nationalistischer Politiker.
Das Stück zeigt in oft kurzen Szenen an ständig wechselnden Schauplätzen einerseits die verwirrende Komplexität der revolutionären Ereignisse um die erste Republik Bayerns, und andererseits die Zwangsläufigkeit der politischen Entwicklung bis zur Ermordung Kurt Eisners. Im Gegensatz dazu grassiert in dieser Zeit unter den Münchnern eine Tanzwut und ein Hang zur Operettenidylle.
Durch die jüngste Entwicklung in diesem Land, gekennzeichnet vom wachsenden Antisemitismus bis zum politischen Mord, erhält dieser Theatertext eine besondere Aktualität.