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INDIEN
von Josef Hader & Alfred Dorfer

mit Jürgen Haug, Senita Huskić und Urs Stämpfli

Regie & Ausstattung: Lars Georg Vogel
Regieassistenz: Oskar Levis
Technische Leitung: Benjamin Laber

Premiere am 26. Februar 2019

Aufführungsrechte: Verlag Bunte Bühne, Wien

Dauer: ca. 90 min (ohne Pause)

Trailer

Indien

 

Der Roadtrip zweier gegensätzlicher Schnitzel-Tester
Der kleinbürgerliche Heinz Bösel und der unermüdliche Besserwisser Kurt Fellner finden sich unbeabsichtigt auf einer gemeinsamen Tour durch die Lande wieder. Nein, es geht nicht ans Meer und schon gar nicht nach Indien. Die beiden Kontrolleure sind auf Dienstreise in der Provinz unterwegs und prüfen die Einhaltung von Hygienevorschriften in den Gasthäusern.

Das ungleiche Paar entdeckt mal im Alkohol, mal im Schikanieren der Wirtsleute und immer in der Vorliebe für deren Bestechungsgeschenke seine Gemeinsamkeiten. Darüber hinaus sehen sie sich bei ihren Trips durch die Gasthäuser auf engstem Raum mit dem jeweils Anderen konfrontiert. Zwei Lebenswelten, die unterschiedlicher nicht sein könnten, prallen aufeinander. Aus der erzwungenen Nähe entsteht bald eine freundschaftliche und aus den Wirtshausdialogen entwachsen unversehens lebensbestimmende Fragen: Woher kommen wir und wo gehen wir hin? Woran soll man glauben? Und was ist überhaupt der Sinn des Ganzen?

Als schließlich die Fahrten durch die Provinz ein jähes und schmerzhaftes Ende nehmen, halten Bösel und Fellner auch weiterhin zueinander – mit Galgenhumor und einem unbeirrbaren Glauben an die Wiedergeburt nach dem Tod.

Für die Tragikomödie „Indien“ taten sich mit Josef Hader und Alfred Dorfer zwei der populärsten Kabarettisten Österreichs zusammen. Hader, der 2017 mit „Wilde Maus“ sein Debüt als Filmregisseur gab, verfasste gemeinsam mit Alfred Dorfer auch das Drehbuch zu der mehrfach ausgezeichneten Verfilmung von „Indien“ (1993), in der die beiden Autoren in die Rollen ihrer Protagonisten Bösel und Fellner schlüpften.


Pressestimmen

„In der Vaganten Bühne nun, die gerade ihr 70-jähriges Bestehen feierte, sendet Regisseur Lars Georg Vogel mit Jürgen Haug und Urs Stämpfli kein österreichisches, sondern ein schwäbisch-schweizerisches Gastrotester-Team aus. Das ist für Kenner des Films zunächst gewöhnungsbedürftig, erweist sich aber als hervorragende Idee, weil Akzente und Temperamente hier eine aberwitzig komische Allianz eingehen. (…)
Die Stärke dieses Stücks liegt in der Gegensätzlichkeit der Figuren, und zu sehen sind an diesem Abend zwei Schauspieler, die genau darin hervorragend miteinander harmonieren. (…) In einem schlichten hölzernen Gaststuben-Einheitsbühnenbild und unterstützt von Senita Huskić, die alle weiteren Rollen übernimmt, wird aus dem filmischen Roadmovie ein grimmig-derbes Kammerspiel.”

- Katrin Pauly, Berliner Morgenpost, 27.02.2019, zur Kritik

„Eine krachendkomische Komödie mit zwei grandiosen Widersachern, die sich nichts schenken. Da fliegen die Fetzen und es klatschen die Schmalzbrote. Es macht einen Heidenspaß, den beiden grantelnden und zickenden Männern zuzusehen, wie sie eine gemeinsame Sprache finden, trotz ihrer unterschiedlichen Dialekte. Und wenn die Komödie tragisch wird, dann hat man sie schon ins Herz geschlossen.”
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Nicole Haarhoff, Berliner Ansichtssachen, 28.02.2019, zur Kritik