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Montagslesung: Hans Fallada

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Montagslesung

- Literarische Streifzüge durch Berlin mit Reinhard Scheunemann -

 

Hans Fallada: „Weihnachtsfriede”
Hans Fallada, eigentlich Rudolf Ditzen (1893–1947), wurde mit seinem Roman „Kleiner Mann – was nun?“ aus dem Jahr 1932 über Nacht weltberühmt. Das Pseudonym Hans Fallada entstand in Anlehnung an zwei Märchen der Brüder Grimm. Der Vorname bezieht sich auf den Protagonisten von „Hans im Glück“ und der Nachname auf das sprechende Pferd Falada aus „Die Gänsemagd“.
Fallada litt unter starken Stimmungsschwankungen, später unter Nervenzusammenbrüchen. Kurze Zeit galt er den Nazis als unerwünschter Autor, ansonsten wurde er geduldet. In der Folge bearbeitete er unverfänglichen Lesestoff und schrieb Märchen, bis ihm 1937 mit „Wolf unter Wölfen“ wieder ein großer Roman glückte.
Zwischen wiederholten Sanatoriums- und Klinikaufenthalten geriet er – wie stets beim Schreiben – in einen Arbeitsrausch: In 24 Tagen schrieb er im Oktober 1946 seinen letzten Roman „Jeder stirbt für sich allein“. Tatsächlich starb Fallada dann am 5. Februar 1947 allein in einem Klinikzimmer in Berlin-Niederschönhausen.