Der Untertan

nach dem Roman von Heinrich Mann

Bühnenfassung von Lars Georg Vogel

Zur Zeit nicht im Programm

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Dauer: 2:30 h (eine Pause)

Zum Stück

Ob schon als schwächliches Kind, ob in der Burschenschaft, ob beim Militär, in der Wirtschaft oder als Sklave im Domina-Schlafzimmer seiner Frau: Diederich Heßling kennt nur eine Tugend, und die heißt Unterwerfung. Die Vaganten Bühne unternimmt mit der Bühnenadaption von "Der Untertan" eine theatralische Reise in die Seele der Deutschen, die bestimmt wird von der Leidenschaft für Ordnung, Anpassung und Duckmäusertum. Oben der Kaiser - er war schon zu seiner Zeit die Karikatur seiner selbst und passte genau zu seinem Volk - und unten der sich lustvoll der Macht des Stärkeren unterwerfende Papierfabrikant Diederich Heßling.

Heinrich Manns Roman wurde am Vorabend zum Ersten Weltkrieg veröffentlicht. Angesprochen auf die Anzeichen der kommenden Nazizeit sagte der ins Exil gegangene Autor über sein literarisches Psychogramm der Kaiserzeit rund dreißig Jahre später: „Als ich die Gestalt des Untertan aufstellte, fehlte mir von dem ungeborenen Faschismus der Begriff, und nur die Anschauung nicht".

Der Abend beginnt neben dem wilhelminischen Prunkbau des Theaters des Westens und führt als kleiner Parcours über die legendäre Kaisertreppe zum Delphi-Haus und weiter zum Theater der Vaganten.

+++ Der Parcours zu Beginn des Stückes führt teilweise über Kopfsteinpflaster und mehrere Treppen hinauf und hinunter. Im Falle einer Gehbehinderung möchten wir Sie bitten, sich vor dem Kartenerwerb mit uns telefonisch in Verbindung zu setzen. (Tel: 030 - 313 12 07) +++

Besetzung

Diederich Heßling  Joachim Villegas
Agnes Göppel u. a.  Senita Huskić
Guste Daimchen u. a.  Samira Julia Calder
Wolfgang Buck u. a.  Andreas Klopp
Göppel u. a.  Peter Geisberg
Junge Frau  Greta Ipfelkofer
Junger Mann  Tobias Steinhardt

Regie & Ausstattung  Lars Georg Vogel
Produktionsdramaturgie Valeska Graffé
Technische Leitung Benjamin Laber
Regieassistenz Alexander Schatte

Pressestimmen

„Rasante Reise durch deutsche Seelenlandschaften“
- Berliner Zeitung, 25.09.2017

„Eindringliche Inszenierung [ ...] Regisseur Vogel und das siebenköpfige Ensemble stürzen sich leidenschaftlich ins zweieinhalbstündige Abenteuer einer adäquaten Umsetzung."
- MOZ, 13.09.17

„Psychogramm einer Vorahnung […] gelungene, bis in die Sprache sorgfältig erarbeitete Adaption eines berühmten, zeitkritischen Romans."
- Berliner Kulturnotizen, 06.09.17