Pressestimmen
Dass Regisseur Lars Georg Vogel den Wiener Schmäh an der Vaganten Bühne durch schwäbische und schweizerische Mundart ersetzt, tut der Freude keinen Abbruch. Jürgen Haug als Bösel und Urs Stämpfli als Fellner sind so gut in ihren Rollen, dass man die berühmten Vorbilder bald auszublenden vermag. In Vogels eigenem Bühnenbild, das mit einfachen Holztischen und ein paar hängenden Brettern fürs Wirtshaus-Kolorit auskommt, nimmt die berührende Annäherung zwischen zwei ziemlich verlorenen Seelen ihren Lauf. Mit Senita Huskić als Sidekick in wechselnden Rollen balancieren Haug und Stämpfli ihre Figuren vorbei an jeder Rührseligkeit ins Finale.
Die Stärke dieses Stücks liegt in der Gegensätzlichkeit der Figuren, und zu sehen sind an diesem Abend zwei Schauspieler, die genau darin hervorragend miteinander harmonieren. (…) In einem schlichten hölzernen Gaststuben-Einheitsbühnenbild und unterstützt von Senita Huskić, die alle weiteren Rollen übernimmt, wird aus dem filmischen Roadmovie ein grimmig-derbes Kammerspiel.
Eine krachendkomische Komödie mit zwei grandiosen Widersachern, die sich nichts schenken. Da fliegen die Fetzen und es klatschen die Schmalzbrote. Es macht einen Heidenspaß, den beiden grantelnden und zickenden Männern zuzusehen, wie sie eine gemeinsame Sprache finden, trotz ihrer unterschiedlichen Dialekte. Und wenn die Komödie tragisch wird, dann hat man sie schon ins Herz geschlossen.