Lehman Brothers

von Stefano Massini

Karten bestellen

LEHMAN BROTHERS – AUFSTIEG UND FALL EINER DYNASTIE
von Stefano Massini
Deutsch von Gerda Poschmann-Reichenau


mit Andreas Klopp, Urs Stämpfli, Joachim Villegas
Regie & Ausstattung: Lars Georg Vogel
Video: Stella Schimmele

Licht: Thomas Schick
Bühne & Ton: Philipp Selisky
Abendspielleitung: Alexander Schatte


Premiere am 7. Januar 2020, 19.30 Uhr

Aufführungsrechte: Per H. Lauke Verlag, Hamburg

Dauer: ca. 2:30 h (inkl. eine Pause)


Trailer

Lehman Brothers

von Stefano Massini

Zum Stück

Der größte Unternehmenscrash der US-Geschichte beginnt 1844 mit einer Reise von Bayern nach Alabama: Aus Rimpar in Bayern setzt Heyum Lehmann, Sohn eines jüdischen Viehhändlers, erstmals einen Fuß in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Seinen Namen lässt er, wie die Heimat, hinter sich. In der Neuen Welt wird er zu Henry Lehman, der ein kleines Stoffgeschäft in Montgomery eröffnet. Ihm folgen zwei seiner Brüder. Dies ist der Anfang eines atemberaubenden Aufstiegs über drei Generationen und 150 Jahre hinweg: Vom Tuchwarenhandel über die Gründung der eigenen Bank bis hin zum Weg an die Spitze der New Yorker Finanzwelt.
Die Expansion des Familienunternehmens wirft zugleich Schlaglichter auf einschneidende Ereignisse der amerikanischen Geschichte. Der Sezessionskrieg, der Siegeszug von Eisenbahn und Automobilindustrie, die Große Depression, der Vietnamkrieg sowie der Beginn des Computerzeitalters – sie alle sind mit den Schachzügen und Entscheidungen des Lehman-Imperiums untrennbar verknüpft.
2008 bricht die Investmentbank „Lehman Brothers“ zusammen und läutet den Beginn einer weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise ein, deren Folgen die Welt bis heute nicht verwunden hat.
Mit Spannung und klugem Witz erzählt Stefano Massini, einer der wichtigsten Gegenwartsdramatiker Italiens, von 150 Jahren Weltgeschichte und vom Mythos einer mächtigen Familie.


Pressestimmen

„… eine über zweieinhalb Stunden mitnehmende, starke Inszenierung [...], die sehr anschaulich das berühmteste Verwandtschaftsverhältnis überhaupt ausleuchtet: von Geld und Gier.“
- Tagesspiegel, Patrick Wildermann, 10.01.2020

„… drei ganz hervorragende und sehr körperlich agierende Schauspieler [...] Kein Finanzkrimi ist das, eher das Sittenbild einer Familie, so unterhaltsam wie einst „Dallas“ oder „Denver-Clan“, mit etwas weniger Intrigen zwar, aber deutlich fataleren Folgen.”
- Berliner Morgenpost, Katrin Pauly, 09.01.2020

„Andreas Klopp, Urs Stämpfli und Joachim Villegas veräußern „ihre” jeweiligen Stücktextteile (Monologe, Dialoge, Trialoge, Kommentare) mit schier pseudooptimistischer Hyperaktivität; sie wirken allesamt, obgleich sie mehrere Jahrzehnte und Jahrhunderte der Vorgeführten durchzuhandeln haben, anhaltenderweise jugendlich, sportiv und sind sodurch gern anzuhören und (noch viel, viel lieber) anzusehen. Es macht also großen Spaß, diesen von Anfang an vermutbaren Familien-Firmen-Crash durch sie vermittelt zu bekommen.”
- der Freitag, Andre Sokolowski, 08.01.2020

„... ein virtuos agierendes Ensemble [...], dessen individuelle Gestaltungsleistung und fabelhafte Textsicherheit großes Lob verdienen.”
- Berliner Kulturnotizen, Horst Rödiger, 08.01.2020

„Massini schreibt die Geschichte als Parabel, als Märchen, in einer lyrischen, rhythmischen Sprache, die immer wieder jüdische Riten aufgreift. Gleichzeitig ist es eine packende Familiensaga und ein Historienbild, mit grobem Strich gemalt. Kein Stück mit Dialogen, sondern ein episches Gedicht, das Vogel stark gekürzt und auf drei Schauspieler aufgeteilt hat: Andreas Klopp, Urs Stämpfli und Joachim Villegas geben die Lehman-Brüder als coole, testosterongestählte Gang, die von Anfang an in Jeans und Cowboy-Hut auftreten. Sie schlüpfen mit Verve und Witz in alle Rollen.”
- rbbKultur, Barbara Behrendt, 08.01.2020

„Es ist ein Stück, das eine große Schauspielkunst verlangt, die das kleine Ensemble auch liefern kann. [...] Eine Stärke der Inszenierung ist ihr Einfallsreichtum. Vogel gelingt es, große Effekte mit wenigen Mitteln zu schaffen: Ein brennendes Stück Watte steht für eine Baumwollplantage in Flammen, ein Barhocker reicht aus, um aus einem Wolkenkratzer zu springen und durch die Luft zu surfen. Das hat etwas Charmantes auf dieser kleinen Bühne.”
- taz, Nicholas Potter, 09.01.2020

>> Zur Vorbesprechung von Ute Büsing im Inforadio vom rbb